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25.07.2002
CDU/CSU plant Zwei-Klassen-Medizin

Familien,Frauen,chronisch Kranke und ältere Menschen müssen die Zeche zahlen, wenn CDU/CSU ihre gesundheitspolitischen Pläne umsetzen und die Solidarität im Gesundheitswesen untergraben können.
Stoiber und Seehofer wollen die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung in Grundleistungen und teure Wahlleistungen aufspalten. Junge und Gesunde sollen weniger für ihre Versicherung bezahlen, dafür dann aber auch geringere Leistungen erhalten. Wer diese billigen Wahltarife in Anspruch nimmt, muss medizinische Leistungen bis zu 500 Euro pro Jahr selbst bezahlen.
Für die Krankenkassen wäre solch eine Entwicklung fatal. Sie hätten weniger Einnahmen, aber kaum geringere Ausgaben für die Kranken. Würden die Unionspläne Wirklichkeit, müssten die Kassen auf rund 5 Milliarden Euro Beitragseinnahmen jährlich verzichten.

Nur Besserverdienende, gesunde und junge Versicherte profitieren von Selbstbehalten und der Abwahl von Leistungen – so lang sie nicht krank sind. Familien, Kranke und alte Menschen werden durch steigende Beiträge von rund einem Prozentpunkt zusätzlich finanziell belastet. Dies ist das Gegenteil von Solidarität.

Auch die Krankenkassen lehnen die Unionspläne ab. „Der unsinnigste Ansatz, den es gibt”, kritisiert der Chef der DKV-Krankenversicherung das Stoiber-Konzept.
„Damit wird das Kernelement der gesetzlichen Krankenversicherung, die finanzielle Solidarität zwischen Gesunden und Kranken zerstört.”

Kranke sollen auch in Zukunft unabhängig vom Einkommen alles medizinisch Notwendige für ihre Heilung erhalten.

Dafür steht die SPD.

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